Einstein-Triathlon in Ulm am 03.08.2014

von Micha    

 

Bis zur Wettkampfbesprechnung am Abend vor dem Start war es spannend ob das Schwimmen überhaupt stattfindet. Durch die vielen starken Regenfälle in den Wochen vor dem Wettkampf war die Donau nicht nur sehr gut mitWasser gefüllt, sondern auch mit einer ordentlichen Strömung unterwegs. Alsowäre die Alternative ein Bike & Run gewesen mit ersatzlosem Wegfall desSchwimmens. Das wollte aber ernsthaft keiner.

Glücklicherweise hat die Strömung aber in den Tagen vor demTria etwas nachgelassen und nachdem man auch den Grenzwert einmal nach obenangepasst hatte gab es dann grünes Licht von der Wettkampleitung.

 

Am Morgen des Wettkampfes bin ich dann noch mal zum Rad ummich davon zu überzeugen, dass noch alles in Ordnung war. Die Räder stehenallerdings auch sicher und trocken in einer der Messehallen und viel kann danicht passieren.

Draußen allerdings sah es wettermäßig eher nach einem regnerischen Novembertag mit tiefhängenden Wolken aus. Innerlich hab ich michschon auf eine Regenschlacht auf dem Rad über die Alb eingestellt.

Bis zu meinem Schwimmstart um 5 nach 12 war es dann aber schon so viel besser geworden, dass es eine Stunde schon nicht mehr geregnet hatte.Also rein in die Fluten und erstmal aus dem Pulk entkommen. Bei mir ist das dann immer in Richtung Ende des Feldes. Die ersten paar Hundert Meter waren dann unterirdisch weil mir das rechte Augenglas gleich mehrfach mit dem guten Donauwasser vollgelaufen ist. Also immer wieder einhändig Brust schwimmen und mit der anderen Hand das Glas leeren. Nach ein paar weiteren Versuchen  war es dann endlich dicht und ich bin dann mal zum Schwimmen gekommen. Dank der Wassertemperatur von gerade mal  15° C hab ich allerdings meine Füße über die ganze Zeit nicht warm bekommen und auch sonst war es trotz Neo nicht gerade kuschelig beim Schwimmen.

Dafür ging es dank der Strömung recht zügig voran und nach knapp 29 Min. war der Ausstieg erreicht. Bedingt durch einen im Vorfeld festgelegten Strömungsfaktor ist die 1,5 km Schwimmstrecke mit tatsächlich 2,5km zu schwimmen. Die eigentliche Strömung war aber so stark, dass eher deutlich weniger zu schwimmen waren. Daher sind die Schwimmzeiten nicht gerade bestlistenfähig. Und warm war’s mir trotzdem noch nicht.

 

Der T1 war dann auch gleich einer meiner traditionellen Zeitlupenwechsel, dass ich im Nachhinein gefragt worden bin, ob ich mir ein Vesper gerichtet hätte L. Nach über 5 Minuten ging’s dann aufs Rad und erstmal die Füße warm bekommen.

Mittlerweile war die Radstrecke nur noch an wenigen Stellen feucht und bald schon ganz abgetrocknet. So langsam wurde es dann auch wärmer.Die Radstrecke in Ulm ist eine Runde von 40 km wobei die 12 Anfangskilometer flach sind und es dann recht wellig weiter geht. Die erste Herausforderung ist die Klostersteige in Oberelchingen mit 16% Steigung und ca. 400m Länge. Nachdem ich die Runde zwei Wochen zuvor schon mal gefahren bin, wusste ich ja was auf mich zu kommt und hab nicht gleich alles rausgehauen. Auf der Alb gab es dann ein paar mehr oder weniger anstrengende Auffahrten und einige rasante Abfahrten. Gegen Ende der Runde erwartet einen dann noch ein über einen km langer Anstieg in Bad Berg mit einem 18% Teilstück. Dafür sollte man sich noch ein paar Körner aufheben, da sich der Hügel fies zieht. Danach geht es nochmal zügig runter in Richtung Wechselzone am Donaustadion die ich dann nach 1:26 Stunden erreicht habe.

 

Auf der Laufstrecke lagen dann noch 10 km und knapp 52 Minuten vor mir. Das waren 2 Runden die Donau entlang, auf der Stadtmauer und über den Rathausplatz. Mittlerweile war es dann auch so warm geworden, dass ich mich schon wieder über jede der ausreichend vorhandenen Wasserstellen gefreut habe. Hätte ich morgens nicht gedacht, dass es noch so warm werden würde. Als Souvenir gab es dann auch noch einen Sonnenbrand gratis.

 

Nach 2:54:53 Stunden bin ich dann überglücklich über meine erste Sub 3 Stunden OD ins Ziel gekommen. Auch wenn die Strömung der Donau daran mit schuld war.

 

Im Vergleich zum letzten Jahr, in dem ich noch die FunDistanz gemacht habe ist die Veranstaltung nochmal besser geworden. Die Laufstrecke wurde z.B. nach dem Wechsel  anders gelegt,dass es nicht so viele Engstellen mit Gegenverkehr gab. Es gibt im Donaustadioneine tolle Schnittchen Zone mit Massage und reichlich Verpflegung aller Art.Die Helfer sind topmotiviert und die Zuschauer begeistert.